Information zum Pflegevertrag – Gesetzliche Neuregelungen ab dem 1.1.2013

Information zum Pflegevertrag – Gesetzliche Neuregelungen ab dem 1.1.2013
Der Gesetzgeber hat vorgesehen, dass Pflegebedürftige ab dem 1.1.2013 grundsätzlich zwischen einer vom Zeitaufwand unabhängigen Vergütung nach Leistungskomplexen und einer rein zeitbezogenen Vergütung wählen können sollen. Die Hilfeleistungen sollen vom Pflegedienst daher grundsätzlich sowohl auf Basis von Zeitvergütungen (d.h. nach Stundensätzen) als auch mit einer vom Zeitaufwand unabhängigen Vergütung (d.h. wie bisher nach Leistungskomplexen) angeboten werden. Auf dieser Grundlage soll der Pflegebedürftige dann über die Vergütungsform entscheiden.
Darüber hinaus sollen Versicherte ab dem 1.1.2013 neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung auch Betreuungsleistungen als Sachleistungen in Anspruch nehmen können.
Damit der Pflegedienst die Sachleistungen der Pflegeversicherung auch auf der Basis einer rein zeitbezogenen Vergütung (d.h. nach Stundensätzen) anbieten kann, sind nach dem Gesetz entsprechende Vereinbarungen über die Leistungsinhalte und die Vergütung mit den Pflegekassen und den Trägern der Sozialhilfe erforderlich.
Da der Zeitraum für den Abschluss dieser neuen Vereinbarungen vom Gesetzgeber äußerst knapp bemessen war, liegen diese notwendigen Verträge aktuell noch nicht vor. Die Leistungen der häuslichen Betreuung und die Vergütung nach Stundensätzen können wir daher derzeit noch nicht anbieten. Verantwortlich für die Sicherstellung der Leistung ist Ihre Pflegekasse.
Sobald eine den neuen gesetzlichen Vorgaben entsprechende Vereinbarung mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern vorliegt, werden wir Ihnen im Rahmen der Leistungen der Pflegeversicherung selbstverständlich einen neuen Pflegevertrag anbieten, der sowohl die Inanspruchnahme der Leistungen der häuslichen Betreuung als auch die neu vorgesehene Wahl zwischen den Vergütungsformen ermöglicht.

2017-05-05T05:49:40+00:00